Leistungen

Blastocystentransfer

Bei Blastozysten handelt es sich um Embryonen im 64- bis 128-Zellstadium. Dieses Stadium erreichen die Embryonen bei optimaler Entwicklung am Tag 5 nach der Follikelpunktion.

 

Eine Blastozyste hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit sich einzunisten (etwa 35%) und damit zu einer Schwangerschaft zu führen. Das ist der Grund, warum in vielen Ländern bevorzugt die Embryokultur bis zum Blastozystenstadium durchgeführt wird.

 

Durch die hohe Schwangerschaftswahrscheinlichkeit beim Transfer von Embryonen im Blastozystenstadium werden im Normalfall zwei oder sogar nur ein Embryo transferiert. Dadurch können Drillingsschwangerschaften fast völlig ausgeschlossen und Zwillingsschwangerschaften deutlich reduziert werden.

 

Leider entwickeln sich aber nur etwa ein Drittel aller befruchteten Eizellen überhaupt zu einer Blastozyste. In vielen Ländern ist das kein Problem. Hier lässt man ab einer Mindestzahl befruchteter Eizellen (in der Regel 5) alle weiterwachsen und hat am Tag 5 normalerweise mindestens eine Blastozyste vorliegen.

 

In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben (siehe Embryonenschutzgesetz), dass sich nur drei befruchtete Eizellen zum Embryo weiterentwickeln dürfen. Diese müssen bereits am Tag nach der Eizellgewinnung ausgewählt werden, also noch vor der ersten Zellteilung.

 

Aus diesem Grunde kann eine Blastozystenkultur in Deutschland nicht zu einer deutlichen Erhöhung der Schwangerschaftswahrscheinlichkeit führen. Allerdings bietet die Blastozystenkultur auch bei uns einen Vorteil. Dadurch lässt sich nicht nur der Erfolg der laufenden Therapie besser einschätzen, sondern sie bietet auch ein diagnostisches Instrumentarium, mit dem bei möglichen folgenden Versuchen die Durchführung bzw. die Anzahl an transferierenden Embryonen besser kalkuliert werden kann.

 

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